Am Tag als der Regen kam…

…verkrochen sich wohl die Meisten mit ihren Kameras irgendwo im Trockenen.

Schade eigentlich, aber auf der anderen Seite: Die Wenigen, die draußen geblieben sind, dürfen sich über exklusive Fotos freuen.

Stellt sich dann die Frage, warum alle verschwinden. Klare Antwort:
Reine Angst um die Kamera. Man hat ja gelernt, dass elektrische Geräte und Wasser nicht zusammenpassen.

Dürfte hier vielen durchaus bekannt sein…

Ich halte von dieser Angst sehr wenig. Meine Kamera kommt mit. Egal welches Wetter mich umgibt.

Hier zwei Beispiele für feuchte Gelegenheiten.

Strömender Regen in der Schweiz

Strömender Regen in der Schweiz

Schneetreiben auf der Autobahn

Schneetreiben auf der Autobahn

Entscheidend ist zuerst ein gesundes Vertrauen in die Kamera. Die Dinger sind dichter als mancher glauben mag. Schnee, Hagel und co haben die Güte zu 90% einfach abzuprallen und woanders zu schmelzen. Auch Regen fällt selten so in Strömen, dass man sich ernsthaft Sorgen machen muss. Klar, es gibt auch den Regen, vor dem ich flüchte.

Zum Schutze der Kamera können viele Maßnahmen ergriffen werden.
Die Erste und Einfachste, ist wohl die Kamera solange wie möglich in der Tasche zu lassen. Je weniger sie abbekommt, desto besser ist es. Kein unnötiges Risiko.

Nimmt man die Kamera dann in die Hand, sollte man sie am besten immer vor die Brust drücken und mit dem Oberkörper etwas schützen. Gerade bei Schnee reicht das meistens völlig aus.

Wenn man fotografiert, sollte immer die Streulichtblende montiert sein (sowieso eigentlich), die wirkt wie ein Vordach für die Linse -man bekommt also keine/weniger Tropfen auf der Linse.

Sollte der Regen stärker sein, kann man die Kamera auch in der Jacke verstecken – hier aber Achtung, gerade an kalten Tagen wird die Linse schnell beschlagen.

Das Höchste der Gefühle bleibt denoch ein Regenschirm. Es gibt kaum einen besseren Schutz (Unterwassergehäuse?) gegen Regen, schließlich bleibt man selbst trocken. Mit viel Glück findet man noch einen (Jung)Helfer zum Schirmhalten. Das macht die Sache fast perfekt.
Ich habe fast immer einen schönen, schwarz-weisen Schirm dabei, der ebenso als Lichtformer dienen kann.
Leider untauglich während Einsätzen oder bei starkem Wind.

Mein Schirmträger - hier kurz von einem anderen Fotografen entliehen.

Mein Schirmträger - hier kurz von einem anderen Fotografen entliehen.

Hat man einen Blitz auf der Kamera, reicht es oft eine Plastiktüte drüberzuziehen.  Sieht seltsam aus, schützt aber vorzüglich.

(Ein Blitz war übrigens bisher das einzige Gerät, das mir während Regens den Dienst versagt hat – und funktionierte am nächsten Tag wieder problemlos)

Selbiges gilt für Remotekameras. Siehe das Bild:

Remote-Kamera in Gefrierbeutel...

Remote-Kamera in Gefrierbeutel...

Letztendlich ist Fotografieren im Regen immer wieder lohnenswert genug, um es zu riskieren. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie lange ich Glück habe und eine funktionierende Kamera zurückbringe. ;-)

Übrigens, für Nikon-Nutzer:  Die semi/vollprofessionellen Modelle (D200,D300, D700, D3,..) sind Spritzwasser- und Staubgeschützt. Die “kleinen” Kameras mit Kunsstoffgehäuse offiziell nicht.

Ganz zum Schluss noch der Link zu einem Bild vonVincent Laforet, entstanden während der Olypmipschen Spiele in Peking. Es zeigt wie kreativ man Regen nutzen kann: Klick mich

Schlaffe Fahne im Regen

Schlaffe Fahne im Regen

Im Bundesjugendlager

Im Bundesjugendlager

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Ein Gedanke zu “Am Tag als der Regen kam…

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